Notfall-Telefon: 02921 17585

Was muss ich mitbringen?

Das Frauenhaus ist voll möbliert und mit allen Dingen für den Alltag ausgestattet.

Wenn es Ihnen möglich ist, nehmen Sie neben Ihren persönlichen Sachen und Kleidungsstücken folgende Unterlagen mit:

Frauenhaus Soest
Foto: Rike / pixelio.de
  • Wichtige persönliche Papiere:
    z.B. Personalausweis, Familienstammbuch, Krankenkassenkarten, Kontokarte, Kontoauszüge, Aufenthaltsgenehmigung, Sparverträge
  • Wichtige Unterlagen:
    z.B. Nachweise über Lohn, ALGI, ALGII, Rente, Kindergeldbescheinigungen, Darlehensverträge, Mietvertrag
  • Medikamente
  • Schulunterlagen
  • Lieblingsspielzeuge der Kinder
  • Lebensmittel für die Erstversorgung

Wie lebe ich im Frauenhaus?

Das Frauenhaus ist rund um die Uhr, 24 Stunden lang erreichbar: Tel. 02921 17585.
Zu jeder Tages- und Nachtzeit nehmen wir Frauen mit ihren Kindern auf, sofern ein Platz frei ist.

Im Frauenhaus leben Frauen und Kinder unterschiedlichen Alters, verschiedener Nationen und Religionen. Alle Frauen und Kinder sind von Gewalt betroffen und haben Anspruch auf einen sicheren Aufenthaltsort.

Die Sicherheitsbestimmungen sind unter allen Umständen einzuhalten!
Die Adresse des Hauses bleibt anonym!

Evangelische Frauenhilfe in Westfalen. e.V.Das Frauenhaus verfügt über mehrere eingerichtete Bewohnerinnenzimmer, eine Gemeinschaftsküche, Wohnzimmer, Kinderzimmer, ausreichende Sanitärräume und einen großen Garten. In der Regel bewohnt jede Frau mit ihren Kindern ein Zimmer für sich alleine. Jede Frau versorgt sich und ihre Kinder eigenverantwortlich.

Um das Zusammenleben zu erleichtern, ist es notwendig, dass es bestimmte Hausregeln und Dienste gibt, die von jeder Frau beachtet und erledigt werden.

Beratung & Begleitung
Wenn eine Frau durch ihren Aufenthalt im Frauenhaus mittellos wird, werden Leistungen vom örtlichen Jobcenter (AHA - Arbeit Hellweg Aktiv) gewährt; damit sind der Lebensunterhalt und die Kosten für die Unterkunft gedeckt. Die Mitarbeiterinnen helfen Ihnen bei der Antragsstellung.

Jede Frau hat eine Mitarbeiterin als Ansprechpartnerin für ihre Anliegen. Während des Aufenthaltes wird die Frau unterstützt, die erfahrene Gewalt zu verarbeiten und neue Lebensperspektiven zu entwickeln. Die Frau entscheidet selbst, wie sie ihr Leben gestalten will. Die Dauer des Aufenthaltes richtet sich nach den Bedürfnissen der Frau.
Neben der persönlichen Beratung und Begleitung können die Frauen an verschiedenen Gruppen- und Freizeitangeboten teilnehmen.

Die Mitarbeiterinnen unterliegen der Schweigepflicht.
Der Weg ins Frauenhaus ist belastend, kann aber ein Wendepunkt für ein gewaltfreies Leben sein.

Wie leben die Kinder?

Alle Kinder sind im Frauenhaus willkommen. Die Arbeit mit den Kindern hat einen hohen Stellenwert. Der Kinderbereich bietet einen Freiraum zum Kindsein, Spielen, Toben, Basteln sowie zum Erleben von Spaß und Vergnügen.

Die pädagogische Arbeit tritt mit Kontinuität und Verbindlichkeit der gewaltbedingten Verwirrung entgegen. Die Einhaltung von Regelmäßigkeiten ist ein wichtiges Mittel auf dem Weg zur Normalität.

Eine Erzieherin und eine Praktikantin kümmern sich ausschließlich um die Bedürfnisse, Interessen und Förderung der Kinder. Für alle Kinder bieten wir ein kostenloses Frühstück an.

Die Vorschulkinder gehen von montags bis freitags in der Zeit von 8.00 bis 13.00 Uhr in die Kindergruppe. Spiel, Bewegung und Kreativität stehen im Vordergrund, um ein kindgerechtes Leben wieder aufnehmen zu können. Sollte die Familie sich entschließen, in Soest zu bleiben, sind wir bei der Vermittlung eines Kindergartenplatzes behilflich.

Die Schulkinder gehen zu den nah gelegenen Schulen. Wir bieten Förderunterricht, Hausaufgabenhilfe und gemeinsame Aktivitäten am Nachmittag an. Bei der Suche nach Sportvereinen u.a. sind wir ebenfalls behilflich.

Frauenhaus SoestEinzelgespräche und Gruppenangebote wie z.B. Schwimmen gehören in den regelmäßigen Wochenplan.

Trotz der vielfältigen Angebote und Unterstützungen im Kinderbereich bleiben die Mütter verantwortlich für die Erziehung und Förderung ihrer Kinder.

Welche weiteren Angebote gibt es?
 

Ambulante Beratung

  • Sind Sie oder ist jemand in Ihrer Umgebung von häuslicher Gewalt betroffen?
  • Wir helfen mit ambulanter Beratung – telefonisch und persönlich.
  • Die Beratung ist kostenfrei und auf Wunsch anonym.
  • Wir bitten um Terminvereinbarung unter der Rufnummer: 02921 17585.

Nachgehende Beratung

Nachgehende Beratung und Begleitung richten sich an Frauen und Kinder, die das Frauenhaus bereits verlassen haben. Sie haben das Ziel, die notwendige Unterstützung und weitere Förderung einer selbstbestimmten Lebensperspektive für Frauen und ihre Kinder nach dem Frauenhausaufenthalt sicherzustellen.

Gruppen- und Seminarangebote

Gruppen- und Seminarangebote werden von uns regelmäßig angeboten.
>> Mehr Informationen finden Sie hier.

Öffentlichkeitsarbeit

Unsere Öffentlichkeitsarbeit informiert Frauen über das Angebot des Frauenhauses.
Darüber hinaus wendet sie sich an die gesamte Öffentlichkeit mit dem Ziel, Gewalt gegen Frauen als gesellschaftliches Problem zu benennen, das Hilfesystem bekanntzumachen und Handlungsansätze zur Überwindung aufzuzeigen. Wir sind gerne bereit, in Gruppen und Verbänden zum Thema häusliche Gewalt zu referieren.

Prävention

Prävention zielt darauf ab, Problembewusstsein zu schaffen, die Gewalt zu ächten und die Verantwortlichkeit der Täter aufzuzeigen. Als eine Form der präventiven Arbeit führen wir Informations- und Diskussionsveranstaltungen für Schulklassen, Kirchengemeinden und andere Gruppen durch. Faltblätter und Info-Material stellen wir gerne zur Verfügung.

Psychosoziale Prozessbegleitung

Wenn Sie sich als Erwachsene/r, Jugendliche/r oder Kind nach dem Erleben schwerer Sexual- und Gewaltstraftaten zu einer Anzeige entscheiden, stellt das Strafverfahren oft eine zusätzliche hohe Belastung dar.
Psychosoziale Prozessbegleitung (PSPB) gibt verständliche Informationen zum Ablauf des Strafverfahrens und der Funktion der anderen Beteiligten bei Gericht.

Betroffene aller Altersgruppen können zu jedem Zeitpunkt des Verfahrens Psychosoziale Prozessbegleitung beantragen und kompetent begleitet werden. PSPB bildet eine Schnittstelle zu den Akteuren des Strafverfahrens und der Opferhilfe. Die Vermittlung zu weiteren fachlichen Hilfen oder die Planung und Begleitung des Tages der Hauptverhandlung sind unter anderem Inhalte der PSPB.

Ziel der PSPB ist die Stärkung der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, die Opfer von sexueller Gewalt, von Misshandlung oder Menschenhandel waren.
Kontakt: Sabine Emming 02921 17585

Wo finde ich ein anderes Frauenhaus?

In Deutschland gibt es über 360 Frauenhäuser in unterschiedlichen Trägerschaften.
Um Ihnen die Suche nach einem geeigneten Platz zu erleichtern, verweisen wir auf folgende Portale:

www.frauen-info-netz.de (NRW-weit)

www.frauenhauskoordinierung.de (bundesweit).

Gerne geben wir Ihnen auch Telefonnummern der umliegenden Frauenhäuser.

Wir wünschen Ihnen den Mut, Ihrer gewalttätigen Situation zu entfliehen und die Zuversicht, dass Ihnen ein gewaltfreies Leben möglich ist.

Wenn sich Lebenswege verändern

Frauenhaus Soest

Frauenhaus Soest
Postfach 1340
59473 Soest

Tel.: 02921 17585
Fax: 02921 17843

e-Mail: info@frauenhaus-soest.de