Gewalt gegen Frauen und Kinder im häuslichen Bereich ist eine Verletzung der Würde und des Selbstbestimmungsrechts von Frauen und Kindern. Durch Gewalt werden Frauen und Kinder in ihrer körperlichen Unversehrtheit, ihrer Würde und ihrem Selbstbestimmungsrecht beeinträchtigt.

Die Prinzipien der Arbeit von Frauenhäusern in evangelischer Trägerschaft orientieren sich an Werten, die sich aus dem christlichen Menschenbild, der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ und dem „Grundgesetz“ der Bundesrepublik Deutschland ergeben.

Verbindlicher Rechtsanspruch auf Schutz vor Häuslicher Gewalt>> lesen

Gleichberechtigung von Frauen und Männern>> lesen

Recht auf Selbstbestimmung>> lesen

Recht auf körperliche und seelische Unversehrtheit>> lesen

Recht auf staatlichen Schutz und Unterstützung
in Form von Hilfe auf hohem fachlichem Niveau>> lesen

Gewalt gegen Frauen als Menschenrechtsverletzung>> lesen

Gesetz zur Verbesserung des zivilgerichtlichen
Schutzes bei Gewalttaten und Nachstellungen in
Zusammenhang mit dem Polizeigesetz NRW §34a>> lesen

Informationen zum Gewaltschutzgesetz und zum novellierten
Polizeirecht in NRW / Praxisanforderungen - Langfassung>> lesen

Seit dem 01.01.2002 ist das neue Gewaltschutzgesetz in Kraft. Ein Gesetz zur Verbesserung des zivilrechtlichen Schutzes bei Gewalttaten und deren Androhung.
Die neue Gesetzgebung zielt vor allem auf die Verbesserung des zivilrechtlichen Schutzes bei häuslicher Gewalt.

Neben der Möglichkeit der vereinfachten Zuweisung der gemeinsamen Wohnung an das Opfer - in der Regel die Ehefrau oder Partnerin - können eine Reihe an zivilrechtlichen Schutzanordnungen wie z.B. ein Kontakt-, Belästigungs- und Näherungsverbot verordnet werden. Entsprechende Anträge können von jeder Frau, die mit einem Partner zusammenlebt, der ihr gegenüber gewalttätig geworden ist oder sie bedroht, beim Gericht (Rechtsantragstelle) gestellt werden. Verstößt der Gewalttäter gegen diese Schutzanordnungen, macht er sich automatisch strafbar.

Als erstes Bundesland hat NRW ergänzend zum gerichtlichen Schutz das Polizeigesetz novelliert. Demzufolge kann die Polizei - bei einem Einsatz aufgrund von häuslicher Gewalt - den Gewalttäter aus der gemeinsam genutzten Wohnung bis zu 10 Tagen verweisen und ein Rückkehrverbot aussprechen. Das Opfer wird von der Polizei über vorhandene Beratungs- Schutz- und Unterstützungsangebote informiert. Die Frau soll Zeit gewinnen, weitere Schritte für sich - und oftmals ebenso die gemeinsamen Kinder - zu überlegen. Innerhalb dieser 10 Tage kann eine Verlängerung der Wohnungszuweisung sowie die Verordnung weiterer Schutzanordnungen gerichtlich beantragt werden. Das Gericht kann folgende Verbote aussprechen:

  • Der Gewalttäter darf die Wohnung auch weiterhin nicht betreten;
  • Er darf sich der Frau oder der Wohnung bis auf einen bestimmten Umkreis nicht nähern;
  • Er darf keine Orte aufsuchen, an denen sich die Frau regelmäßig aufhält (Arbeitsplatz, Kindergarten, Schule, Freizeiteinrichtungen, Einkaufsstätten);
  • Er darf keinen Kontakt aufnehmen (z.B. über Telefon, Telefax, Briefe, e-Mails, SMS.

Bei einer zu großen Gefährdung oder auch aus anderen Gründen kann die Frau weiterhin ins Frauenhaus gehen.
Weitere Informationen unter:
www.big-koordinierung.de/veroeffentlichungen/broschueren/ziviljustiz.htm

Stalking-Nachstellung §238 STGB>> lesen

Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Schutz
vor Gewalt Art.19 UN Kinderrechtskonvention 1989>> lesen

Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf
gewaltfreie Erziehung. §1631, Abs.2 BGB>> lesen

Zwangsheirat ist eine Menschenrechtsverletzung
(Art.16 Abs.2 Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948)>> lesen

Verlängerung der Ehebestandszeit (§31 AufenthG)>> lesen

Existenzsicherung nach SGBII>> lesen

Trennung und Scheidung>> lesen

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