Alle Apartments sind vollständig möbliert und mit allem ausgestattet, was für den Alltag benötigt wird – einschließlich Bettwäsche, Handtüchern, Geschirr, Reinigungsmitteln und grundlegenden Haushaltsartikeln.
Falls möglich, sollten folgende Unterlagen und Gegenstände mitgebracht werden:
Wichtige persönliche Dokumente
Wichtige Unterlagen
Weitere hilfreiche Dinge
Das FRAUENHAUS SOEST ist 24 Stunden täglich erreichbar und nimmt Frauen* mit ihren Kindern jederzeit auf, sofern ein Platz frei ist.
Die Wohnbereiche befinden sich ausschließlich im 1. und 2. Obergeschoss. Insgesamt stehen 16 voll ausgestattete Apartments zur Verfügung, darunter zwei barrierefreie Apartments für Rollstuhlnutzer*innen sowie für Frauen mit Seh‑ oder Hörbeeinträchtigung. Ein Gemeinschaftsraum mit Küche und Balkon sowie ein Waschmaschinenraum ergänzen die Ausstattung.
Im Haus leben Frauen* und Kinder unterschiedlicher Herkunft, Religion und Lebenssituationen. Alle haben Anspruch auf einen sicheren Ort. Die Regeln zur Sicherheit sind verbindlich einzuhalten.
Jede Frau* versorgt sich und ihre Kinder eigenverantwortlich.
Für ein respektvolles Miteinander gibt es eine Hausordnung und gemeinschaftliche Dienste.
Beratung & Begleitung
Die Aufnahme erfolgt in drei Phasen, die Orientierung, Stabilität und Perspektiven ermöglichen.
Phase 1 – Ankommen (ca. 2 Wochen)
Phase 2 – Stabilisierung
Phase 3 – Auszug
Die Mitarbeiterinnen unterliegen der Schweigepflicht. Die Dauer des Aufenthalts richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen und Möglichkeiten.
Kinder sind eigenständige Betroffene häuslicher Gewalt. Sie benötigen Schutz, Stabilität und verlässliche pädagogische Begleitung.
Der Kinder‑ und Jugendbereich „Villa Kunterbunt“ im separaten Gebäude bietet dafür einen eigenen, geschützten Raum.
Räumlichkeiten
Pädagogische Arbeit
Die Arbeit ist traumasensibel, ressourcenorientiert und niedrigschwellig. Sie schafft Struktur, Sicherheit und positive Erlebnisse.
Die Verantwortung für Erziehung und Alltagsgestaltung bleibt bei den Müttern.
Nachgehende Beratung und Begleitung richten sich an Frauen und Kinder, die das Frauenhaus bereits verlassen haben. Sie haben das Ziel, die notwendige Unterstützung und weitere Förderung einer selbstbestimmten Lebensperspektive für Frauen und ihre Kinder nach dem Frauenhausaufenthalt sicherzustellen.
Gruppen- und Seminarangebote werden von uns regelmäßig angeboten.
Unsere Öffentlichkeitsarbeit informiert Frauen über das Angebot des Frauenhauses.
Darüber hinaus wendet sie sich an die gesamte Öffentlichkeit mit dem Ziel, Gewalt gegen Frauen als gesellschaftliches Problem zu benennen, das Hilfesystem bekanntzumachen und Handlungsansätze zur Überwindung aufzuzeigen. Wir sind gerne bereit, in Gruppen und Verbänden zum Thema häusliche Gewalt zu referieren.
Prävention zielt darauf ab, Problembewusstsein zu schaffen, die Gewalt zu ächten und die Verantwortlichkeit der Täter aufzuzeigen. Als eine Form der präventiven Arbeit führen wir Informations- und Diskussionsveranstaltungen für Schulklassen, Kirchengemeinden und andere Gruppen durch. Faltblätter und Info-Material stellen wir gerne zur Verfügung.
In Deutschland gibt es über 360 Frauenhäuser in unterschiedlichen Trägerschaften.
Um Ihnen die Suche nach einem geeigneten Platz zu erleichtern, verweisen wir auf folgende Portale:
www.frauen-info-netz.de (NRW-weit)
www.frauenhauskoordinierung.de (bundesweit).
Gerne geben wir Ihnen auch Telefonnummern der umliegenden Frauenhäuser.
Wir wünschen Ihnen den Mut, Ihrer gewalttätigen Situation zu entfliehen und die Zuversicht, dass Ihnen ein gewaltfreies Leben möglich ist.